Ein Online-Spielautomat ist ein Programm, das sein Ergebnis im Augenblick der Bestätigung des Einsatzes festlegt, und alles Weitere auf dem Bildschirm (die laufenden Walzen, die Töne) ist nur die Darstellung dieses einen Ergebnisses. In Deutschland reicht das Gesetz bis in diese Darstellung hinein, und deshalb erklären wir zuerst die Arbeitsweise eines solchen Spiels und dann die Vorgaben des § 22a GlüStV 2021.
Warum diese Seite keine Rangliste führt
Eine Rangliste der „besten“ Spiele, wie sie die Adresse dieser Seite noch verspricht, findet man hier nicht, und das ist unsere Entscheidung und keine Lücke. Die Quote eines Spiels richtet sich nach der Fassung, die ein Anbieter einsetzt (der Hersteller von Extra Chilli gibt für dasselbe Spiel Werte zwischen 96,15 und 96,41 % an), und eine Liste von Siegern sagt nichts darüber, wie eine Sitzung mit dem eigenen Geld ausgeht.
Was im Spiel passiert
Im Kern jedes Automatenspiels arbeitet ein Zufallsgenerator (im Englischen „Random Number Generator“, kurz RNG), ein Programm, das unablässig Zahlen erzeugt und mit jedem bestätigten Einsatz eine davon in eine Stellung der Walzen übersetzt. Der Staatsvertrag verlangt eine Prüfung dieses Generators vor seinem ersten Einsatz und danach „mindestens einmal im Jahr“ durch eine unabhängige sachverständige Stelle, die die Behörde bestimmt (§ 6e Abs. 2), und die Gewinnaussichten müssen nach § 22a Abs. 3 Satz 1 „zufällig“ und für jeden Spieler gleich sein.
Daraus folgt eine Regel, die man beim Spielen leicht vergisst. Ein Automat hat kein Gedächtnis, er wird weder „heiß“ noch „kalt“ (so heißen im Jargon Automaten mit gerade vielen oder wenigen Gewinnen), und eine lange Serie ohne Gewinn macht den nächsten Gewinn nicht wahrscheinlicher; wer ein System zur Änderung dieser Lage sucht, findet in unserem Beitrag zu Strategien und Systemen die Rechnung, warum es keines gibt.
Die Spielregeln und der „Gewinnplan“ (die Tabelle mit dem Betrag jeder Kombination) müssen nach § 22a Abs. 3 Satz 2 leicht aufrufbar und leicht verständlich beschrieben sein. Es lohnt sich, diese Tabelle vor dem ersten Einsatz zu öffnen, denn sie ist der einzige Teil des Spiels, der nicht Darstellung ist.
Linien, „ways“ und Bonusfunktionen
Die klassische Form der Gewinnberechnung sind „Gewinnlinien“, feste Wege über die Walzen, auf denen gleiche Symbole für einen Gewinn von links nach rechts liegen müssen. Andere Spiele zählen stattdessen „ways“ (Gewinnwege), bei denen ein Symbol auf jeder Position der nächsten Walze zählt, solange die Walzen nebeneinander liegen.
Bei den „Megaways“, einem Verfahren von Big Time Gaming, wechselt die Zahl der Symbole je Walze von Drehung zu Drehung, sodass sich auch die Zahl der Gewinnwege ändert; für Extra Chilli gibt der Hersteller bis zu 117.649 an. Dazu kommen Symbole mit eigenen Aufgaben, das „Wild“ (der Joker) als Ersatz für andere Symbole und der „Scatter“ (das Streusymbol), der unabhängig von den Linien zählt und in vielen Spielen eine Bonusrunde auslöst.
„Freispiele“ sind in diesem Zusammenhang keine Gabe eines Anbieters, sondern eine Runde innerhalb des Spiels, in der die Walzen ohne neuen Einsatz laufen, oft mit einem „Multiplikator“, der die Gewinne der Runde vervielfacht. Der Wert dieser Runden steckt bereits in der Quote des Spiels, und eine Bonusrunde ist deshalb kein Geschenk, sondern ein Teil dessen, was das Spiel aus den Einsätzen zurückzahlt.
Quote und Volatilität
Die „Auszahlungsquote“ (englisch „Return to Player“) gibt an, welchen Anteil der Einsätze ein Spiel über eine sehr große Zahl von Spielen im Durchschnitt als Gewinn zurückgibt, und sie gilt für das Spiel, nicht für eine Sitzung. Die Lesart dieser Zahl und den Grund, warum eine Quote von 96 % für einen einzelnen Abend keine 96 € aus 100 € verspricht, haben wir in unserem Text über Auszahlungsquoten nachgerechnet.
Zwei Spiele mit derselben Quote können sich trotzdem völlig verschieden anfühlen, und das meint der Begriff „Volatilität“: Ein Spiel mit niedriger Volatilität zahlt oft kleine Beträge, eines mit hoher lange nichts und dann selten viel. In Deutschland muss das Spiel die durchschnittliche Quote je Euro Einsatz und „die Wahrscheinlichkeit auf den Gewinn des Höchstgewinns“ anzeigen, und zwar dort, wo der Einsatz getätigt wird (Absatz 3 Satz 3 und 4 des § 22a), und wir halten diese beiden Angaben für die nützlichsten, die das Gesetz einem Spieler verschafft.
Was § 22a in Deutschland verlangt
Damit sind wir bei den Regeln des deutschen Rechts. Ein Spiel darf nach § 22a Abs. 4 nur auf eine ausdrückliche Erklärung des Spielers nach dem Ende des vorherigen beginnen, und Programme, die „selbstständig ein weiteres Spiel beginnen lassen“, sind ebenso unzulässig wie die Erklärung, „an mehreren Spielen in Folge teilzunehmen“, also die anderswo als „Autoplay“ bekannte Funktion.
„Ein Spiel muss durchschnittlich mindestens fünf Sekunden dauern. Ein Spiel beginnt mit der Erklärung im Sinne des Absatzes 4 Satz 1 und endet mit der Anzeige des Ergebnisses.“
Wir rechnen das einmal durch. Die fünf Sekunden sind ein Durchschnitt und kein Mindestmaß für jede einzelne Drehung, aber sie lassen sich in eine Obergrenze umrechnen. Eine Stunde hat 3.600 Sekunden, also im Mittel höchstens 720 Spiele, und wer eine Stunde lang mit 1 € je Spiel spielt, setzt damit bis zu 720 € um.
Bei einer angenommenen Quote von 96 % verliert ein solcher Spieler im Durchschnitt 28,80 € in der Stunde, gerechnet auf den gesamten Umsatz und nicht auf das, was er eingezahlt hat; mit 5 € je Spiel, wie es die höchste Stufe seit dem 1. Juli 2026 bei einem Anbieter erlaubt, der sie gewährt, wären es 3.600 € Umsatz und im Durchschnitt 144 € Verlust.
Den Höchsteinsatz setzt § 22a Abs. 7 auf einen Euro je Spiel, erlaubt der GGL aber, ihn „an geänderte Verhältnisse“ anzupassen (§ 27f Abs. 4 Nr. 4). Seit dem 1. Juli 2026 lässt die GGL eine „gestufte Abweichung“ bis höchstens 5 € zu, befristet bis zum 31. Dezember 2027 und für die Anbieter freiwillig: Über 1 € darf nur setzen, wer mindestens 21 Jahre alt ist, und die zweite Stufe über 3 bis 5 € verlangt zusätzlich mindestens 90 Tage unauffälliges Spiel und eine Beobachtung des Spielverhaltens.
Ein Gewinn muss nach dem ersten Satz des § 22a Abs. 8 ein Vielfaches des Einsatzes sein, das schon vor dem Spiel feststeht, und der zweite Satz desselben Absatzes verbietet, Einsätze oder Gewinne für künftige Spiele anzusammeln. Progressive Jackpots mit einem bei jedem Einsatz wachsenden Topf gibt es bei einem erlaubten Anbieter deshalb nicht, und die Seite über das Jackpotverbot erklärt, was an ihrer Stelle bleibt.
Einsätze und Gewinne laufen nach § 22a Abs. 5 ausschließlich in Euro und Cent, und eine Umrechnung in „Punkte oder sonstige Einheiten“ schließt derselbe Absatz aus, sodass eine Gewinntabelle in Münzen oder Credits, wie sie Fassungen für andere Märkte zeigen können, in Deutschland nicht vorkommen darf. Gleichzeitig darf nur ein Spiel laufen und nur eines angezeigt werden, auch nicht dasselbe Spiel zweimal, und der Anbieter muss das technisch sicherstellen (§ 22a Abs. 10).
Nach jeweils 60 Minuten muss der Anbieter auf die verstrichene Zeit hinweisen und eine Bestätigung verlangen (§ 6h Abs. 7), und bei den Automatenspielen darf es danach erst fünf Minuten später weitergehen (§ 22a Abs. 9). Dass wir auf dieser Seite von Spielautomaten und nie von „Casinospielen“ sprechen, hat ebenfalls einen Paragraphen: § 22a Abs. 11 verbietet diese Begriffe für Automatenspiele und ihre Werbung.
Unentgeltliche Fassungen eines Automatenspiels darf ein Anbieter nur Spielern zeigen, die bei ihm ein Spielkonto haben, und sie müssen dem echten Spiel auch in Gewinnwahrscheinlichkeit und Quote entsprechen (§ 6j Abs. 1 und 2). Wir binden deshalb keine spielbare Version ein und verweisen auf keine, auch nicht auf eine Demo bei Dritten, und auf dem Handy gilt dasselbe wie am Computer (dazu die Seite Spielautomaten auf dem Handy).
Die Spiele auf dieser Seite
Zu elf Automatenspielen haben wir eigene Seiten, jede mit einer Beschreibung der Fassung, die ein erlaubter Anbieter zeigen dürfte, ohne spielbare Version und ohne Note; die Reihenfolge ist das Alphabet und keine Wertung. Bei Mega Moolah steht dort, warum es das Spiel in seiner progressiven Form in Deutschland nicht geben kann.
- Avalon: trägt den Namen der Insel aus der Artussage.
- Break da Bank Again: wie das „Again“ im Namen sagt, die Fortsetzung eines früheren Spiels.
- Burning Desire: ein Titel, der übersetzt „brennendes Verlangen“ heißt.
- Extra Chilli Megaways: von Big Time Gaming, mit den wechselnden Walzen des Megaways-Verfahrens.
- Fortunium: ein Kunstwort, in dem das englische „fortune“ steckt, Glück und Vermögen zugleich.
- High Society: der Titel bedeutet „feine Gesellschaft“.
- Hot as Hades: Hades, der Herr der griechischen Unterwelt, gibt dem Spiel den Namen.
- Mega Moolah: ein Spiel mit progressivem Jackpot, ursprünglich von Microgaming, heute bei Games Global.
- Rugby Star: der Sport, um den es geht, steckt schon im Namen.
- Thunderstruck II: der zweite Teil einer Reihe, wie die römische Zwei anzeigt.
- The Twisted Circus: der Zirkus steht schon im Titel.
Was man vor dem ersten Einsatz prüft
Am Ende bleiben drei Zahlen, die jedes erlaubte Spiel zeigen muss, und sie stehen dort, wo man den Einsatz bestätigt: die Quote je Euro, die Wahrscheinlichkeit des Höchstgewinns und der Einsatz selbst. Wer sie vor dem Spiel liest, weiß mehr über das Spiel als jede Rangliste aus unserer Feder, und ob der Anbieter überhaupt eine Erlaubnis hat, zeigt die Seite Erlaubte Anbieter in einer Minute.
Häufige Fragen
Gibt es in Deutschland Spielautomaten mit Autoplay?
Nein: Jedes Spiel braucht nach Absatz 4 des § 22a eine eigene Erklärung des Spielers nach dem Ende des vorherigen, und eine Erklärung für mehrere Spiele in Folge ist unzulässig.
Wie hoch ist der Höchsteinsatz bei Online-Spielautomaten?
Grundsätzlich 1 € je Spiel; seit dem 1. Juli 2026 kann ein Anbieter freiwillig und unter Bedingungen bis 5 € zulassen, befristet bis Ende 2027 und nur für Spieler, die das 21. Lebensjahr vollendet haben.
Kann man einen Spielautomaten überlisten?
Nein, das Ergebnis legt ein geprüfter Zufallsgenerator fest, und keine Serie, Uhrzeit oder Einsatzfolge ändert die Wahrscheinlichkeiten des nächsten Spiels.
Wo sieht man die Auszahlungsquote eines Spiels?
Bei einem erlaubten Anbieter im Spiel selbst, dort, wo der Einsatz getätigt wird, zusammen mit der Wahrscheinlichkeit des Höchstgewinns (nach Absatz 3 des § 22a).
Warum gibt es hier keine Demo-Versionen?
Weil der Staatsvertrag unentgeltliche Fassungen nur für Spieler mit Spielkonto zulässt (§ 6j Abs. 1) und weil wir grundsätzlich keine Spiele einbinden.